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Auf nach Raderberg

Die alte Hinrichtungsstätte!

Raderberg ist im Süden der Stadt gelegen und gehört dem Stadtbezirk Rodenkirchen an. Dieses Viertel liegt vor den mittelalterlichen Toren von Köln und grenzt im Osten an Bayenthal an. Im Süden liegt Raderthal und Marienberg. In westlicher Richtung ist Zollstock und der Vorgebirgspark zu finden. Geht man weiter in den Norden von Raderberg, gelangt man an die Grenze zur Südstadt, mit seinem alten Güterbahnhof und der Eisenbahnlinie zur Südbrücke. Durch den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn wird Raderberg mit der Stadtbahn der KVB verbunden. Seit 2015 verkehrt die weltweit erste Elektro-Buslinie durch den Stadtteil.


Raderberg


Die Geschichte von Raderberg

Raderberg hat seinen Namen aufgrund des gerodeten Waldes und der alten Hinrichtungsstätte Marterberg erhalten. Im Jahr 1225 wurde hier der Graf Friedrich zur Strafe auf ein Rad gebunden, weil er den Kölner Erzbischof Engelbert getötet hat. Engelbert war Friedrichs Vetter. Dieses Gebiet wurde 1147 gegen eine jährliche Gebühr den Juden in der Stadt zur Verfügung gestellt und ein jüdischer Friedhof errichtet. Aus dieser Zeit stammen die Bezeichnungen „Judenbüchel“ und „Am todten Juden“. Als in der Bartholomäusnacht, vom 23. Auf den 24. August 1349, die Juden in Köln getötet wurden, verordnete der Kölner Stadtrat im Jahr 1424 die Verbannung aller Juden.


Seit dem Mittelalter gehörte Raderberg zum Amt Brühl, das zum Kurfürstentum Köln zählte. Französische Revolutionsgruppen besetzten 1794 das Rheinland und die Mairie Rondorf im Kanton Brühl entstand. Nach dem Ende der Befreiungskriege im Jahr 1815 gehörte das Viertel zur Bürgermeisterei Rondorf, bis 1888 die Eingemeindung erfolgte. Auch die Ortschaften Arnoldshöhe und Mannsfeld wurde im 19. Jahrhundert eingemeindet. Durch das Zusammenwachsen dieser Stadtteile mit Raderberg, entstand das heutige Raderberg.


Die jüdische Gemeinde in Köln erwarb 1923 einen Teil des Judenfriedhofes und richtet ihn anschließend wieder her. Zwischen 1937 und 1940 ließ der Architekt Theodor Teichen einen Großmarkt errichten und überbaute die alten Reste des jüdischen Friedhofes. Heute ist eine Gedenktafel am Haupttor der denkmalgeschützten Haupthalle angebracht, die an den jüdischen Friedhof erinnern soll. Seit 1975 gehört Raderberg schließlich zu Rodenkirchen.


In der Mitte des 19. Jahrhunderts zog es zuerst nur Kleinbauern nach Raderberg. Erst in den 1870er Jahren kamen die ersten kleinen und mittleren Fabriken in das Viertel. Aufgrund der guten Bodenpreise und der guten Verbindung in die Kölner Innenstadt durch eine Pferdebahn, entstanden schon früh die ersten Arbeitersiedlungen. Dazu gehörte die Siedlung Wilhelmsruh ab dem Jahr 1888 und die Siedlung der Stollwerck-Firma ab dem Jahr 1902.


Heute sind am Raderberggürtel zahlreiche große Autohäuser und Autoteile-Händler zu finden. Seit 2012 hat sich das Ortsbild stark gewandelt, da die ehemaligen Industriegebiete DuPont, Löring und die Wäschereien umgewandelt wurden. Es entstanden Wohngebiete, wodurch die Einwohnerzahlen schnell anstiegen. Im Jahr 2020 soll der Großmarkt an den Stadtrand von Köln-Marsdorf umziehen. Auf dem Gelände will man anschließend das Projekt Parkstadt Süd umsetzen. Hierfür sollen über 1000 Wohneinheiten entstehen. Auch über die Ausrichtung der Bundesgartenschau wird diskutiert.


Seit 1913 fährt eine Straßenbahn über die Brühler Straße durch das Viertel. Im Jahr 1955 wurde diese Strecke auf Gelenkbusse umgestellt.


Sehenswürdigkeiten in Raderberg


Dort kann man sich folgende Dinge ansehen!


Die Kupferschmiede


Raderberg hat nicht sonderlich viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die bekannteste Attraktion ist die Kupferschmiede. Dieses alte Fabrikgebäude wurde um 1895 errichtet und verfügt über drei Geschosse. Das Gebäude besitzt einen rechteckigen Grundriss und steht größtenteils frei. Das Pultdach ist im Südosten mit originellen Ecktürmchen verziert. Die später angebrachte Putzfassade wurde mit pfeilerartigen Wandvorlagen, einem Dachgesims und einem Stockwerkgesims ausgestattet. Die Fenster in den Obergeschossen waren sehr schlicht, mit leicht vorragenden Fensterbänken. Die Kupferschmiede ist heute ein Kunstsalon und wird für Kunstausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt.


Der Vorgebirgspark


Dieser Park im Kölner Süden ist knapp 14 Hektar groß und befindet sich zwischen den Stadtvierteln Zollstock, Raderberg und Raderthal. Zwischen 1910 und 1914 wurde er vom Landschaftsarchitekten Fritz Encke angelegt. Im Sommer 1914 erfolgte die feierliche Eröffnung. Heute ist der Park in die Grünachse Süd eingegliedert. Dieser verbindet den Volksgarten mit dem äußeren Grüngürtel und den Grüngürtel mit dem Naturschutzgebiet in Meschenich, dem Naherholungsgebiet Entenfang und den Landschaften zwischen dem Rhein und dem Vorgebirge bis hin nach Köln.


Vom Eingang des Parks an der Kreuznacher Straße gelangt man zuerst auf einen quadratischen Platz, der mit hohen Ulmen umgeben ist. Dieser Platz schafft den Übergang zu den anderen Teilen im Park. Im Westen öffnet sich der Platz zu einem großen Binnengebiet, der als öffentliche Volks- und Spielwiese gedacht war. Im Norden ist ein terrassierter Garten zu finden, der früher nur über einen Durchgang in einer Buchenecke zugänglich war. Im gesamten Park sind Ruhebänke zu finden, wodurch die Parkanlage vor allem bei Spaziergängern sehr beliebt ist. Im Süden des Baumplatzes befindet sich ein schöner Rosengarten. Im Zentrum ist ein 42 m langes Becken mit Teichrosen zu sehen. Der Grund des Beckens wurde Türkis gestrichen und bildet dadurch einen tollen Akzent zu den Pflanzen.


Die alte Versteigerungshalle


Die alte Versteigerungshalle ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus den 30er Jahren und befindet sich auf dem Großmarkt. Seit der Restaurierung 2006 ist es eine angesagte und extravagante Location. Die zwei Veranstaltungsräume laden zum Feiern und Tagen ein und bieten eine tolle Kulisse für private und geschäftliche Ereignisse. Die Räume verfügen über mehrere Ebenen und acht Meter hohen Decken. Der zentrale Kronleuchter verschafft dem Raum ein ganz besonderes Flair. In beiden Räumen ist eine hochwertige technische Ausrüstung vorhanden.


Der Großmarkt


Im Oktober 1936 wurde der erste Spatenstich für den Kölner Großmarkt gesetzt. Am 1. November 1940 war die Fertigstellung der Halle und den Händlern standen ab diesem Zeitpunkt 78.000 m2 Verkaufsfläche zur Verfügung. In den nachfolgenden Jahrzenten wurde der Großmarkt immer wieder erweitert und erstreckt sich heute auf 238.000 m2 Fläche. Sie zählt dadurch zu den größten Großmarkthallen in Deutschland. 1968 errichte man zusätzlich Kühlhäuser. Seit 1989 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Heute verkaufen über 220 Firmen an die 300.000 Tonnen Waren im Jahr. Bis zum Jahr 2019 wird die Markthalle nach Köln-Marsdorf umgezogen sein.


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